Pico Erwin Jordan, Politiker und Sozialdezernent i.R.
Als ich vor drei Jahren die Diagnose Parkinson hatte, hatte ich auch Erklärungen für einige Veränderungen bei mir. Unter anderem: langsamer Verlust des Sprechvermögens. Und dann kamen die Erinnerungen hoch an die Zeit, wo ich mich von meinem Chor verabschiedet habe: Ich wurde immer unsicherer beim Singen, kraftloser in der Stimme.
Meine Neurologin schickte mich zu einer guten Logopädin und da lernte ich das LVST "speak loud" kennen - Die "Mucki-Bude" für die Stimmmuskulatur. Aber Singen? Hatte ich aufgegeben. Bis ich eines Tages in die Suchmaske meines PCs drei Worte eingab: "Stimme Atmung Hannover". Gleich das erste Ergebnis führte mich zu Cella und Herrn Heller.
Welch ein Glück! Die erste Therapiestunde war schmerzhaft, weil Herr Heller meine Muskulatur rund um die Stimme lockern musste. Nach gut einer halben Stunde hörte er auf und sagte: "Was wollen Sie singen?" Auf die Idee, dass ich jetzt singen könnte, wäre ich überhaupt nicht gekommen. Aber es ging, ich hatte meine Sing-Stimme wieder.
Mittlerweile singe ich wieder in meinem alten Chor. Wer etwas über Parkinson weiß, weiß auch, dass die Krankheit unaufhaltsam ist und dass das mit dem Singen eine Episode ist mit absehbarem Ende. Aber es ist eine schöne Episode! Dank an Herrn Heller!

